Mitgliederversammung der jGLP Luzern vom 23. Mai 2026
Die Jungen Grünliberalen Luzern nominierten an ihrer Mitgliederversammlung vom 23. Mai 2026 Jason Elsener für die Regierungsratswahlen 2027. Zudem verabschiedeten sie ein KI-Positionspapier und beschlossen die Nein-Parole zur SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!».

Eine junge Stimme aus dem Zentrum für den Regierungsrat
Mit Jason Elsener tritt für die JGLP Luzern ein 29-Jähriger an, der einen ungewöhnlichen Weg in die Politik gegangen ist. Aufgewachsen in Menzingen ZG, absolvierte Elsener seine Berufslehre als Koch in einem Zuger Altersheim. Es folgten Stationen in der Schweizer Gastronomie, die ihn unter anderem ins Park Hotel Weggis, und zurück in ein Altersheim nach Rothenburg führten. «In Weggis habe ich mich in den Kanton Luzern verliebt», sagt Elsener heute. Seit acht Jahren wohnt er in Luzern, derzeit im Bruchquartier.
Nach der Berufsmaturität folgte mit 25 Jahren ein Bachelor in Business Psychology mit Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie an der Hochschule Luzern; aktuell schliesst Elsener dort den Master ab. Politisch begann er 2023 im Vorstand der JGLP Luzern, die er seit 2024 präsidiert. Daneben engagiert er sich in der Arbeitsgruppe Finanzen der GLP Luzern und als Projektleiter im erweiterten Vorstand der GLP Stadt Luzern.
«In den entscheidenden Zukunftsfragen wird im Kanton Luzern mehr verwaltet als vorangetrieben. Ich kandidiere, weil es im Regierungsrat eine Stimme mit Mut zur Lösung braucht.»
Jason Elsener, Präsident JGLP Luzern und Regierungsratskandidat 2027
Nein zur «Nachhaltigkeitsinitiative»: Bilaterale schützen, Fachkräfte sichern
Die Mitgliederversammlung fasste einstimmig die Nein-Parole zur SVP-Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)». Aus Sicht der JGLP Luzern setzt die Initiative den bilateralen Weg mit der EU aufs Spiel und verschärft den Fachkräftemangel – besonders dort, wo der Kanton heute schon schmerzhafte Lücken hat: in Gesundheit und Pflege, im Bau, in der Landwirtschaft und in der Gastronomie. «Die Initiative verspricht weniger Migration, würde aber vor allem die hiesige Wirtschaft und Versorgung treffen, ohne die Asylzahlen zu senken. Wer Probleme wie Wohnraum, Infrastruktur oder Fachkräftemangel angehen will, braucht gezielte Massnahmen und keine pauschale Obergrenze in der Verfassung», so Elsener.
Positionspapier Künstliche Intelligenz: KI muss dem Menschen dienen
Mit dem ebenfalls einstimmig verabschiedeten Positionspapier zur Künstlichen Intelligenz bezieht die JGLP Luzern Position in einer der prägenden Debatten der kommenden Jahre. Das Papier formuliert fünf Leitlinien: Grundrechte bleiben unantastbar, Bildung und Aufklärung von Anfang an, klare Regulierung als Schutz für Demokratie und Gesellschaft, gezielte Förderung sinnvoller Einsatzbereiche sowie der Aufbau einer schweizerischen und europäischen KI-Infrastruktur.
«Künstliche Intelligenz wird unseren Alltag stärker prägen als jede Technologie davor. Die Frage ist nicht, ob wir das wollen, sondern wie wir sicherstellen, dass KI dem Menschen dient – mit Bildung, Transparenz und einer unabhängigen schweizerischen und europäischen KI-Infrastruktur. Wer diese Gestaltung dem Markt und einzelnen Tech-Konzernen überlässt, gibt politische Verantwortung ab.»
Marco Luzi, Vorstand JGLP Luzern
Das vollständige Positionspapier ist dieser Mitteilung im Anhang beigefügt. Eine separate Medienmitteilung wird das Papier in den kommenden Wochen vertieft thematisieren.
Weitere Beschlüsse
Die JGLP Luzern fasste daneben die Nein-Parole zur Änderung des Zivildienstgesetzes – aus Sicht der Partei eine Vorlage, die den Zivildienst unattraktiver macht, ohne den Armeebeständen substanziell zu helfen, und damit am eigentlichen Reformbedarf vorbeizielt. Die Ja-Parole fasste sie zum Kauf der Liegenschaft an der Würzenbachstrasse 8, die dem Kantonsgericht als neuer, zusammengeführter Standort dienen soll. Das Budget 2026 wurde einstimmig angenommen.
