Mitgliederversammung der jGLP Luzern vom 23. Januar 2026

An der Mitgliederversammlung in Sursee fassten die Jungen Grünliberalen Luzern Parolen zu fünf Vorlagen. Sie befürworten Individualbesteuerung, Klimafonds und K36, lehnen die SRG-Halbierungs- und die Bargeldinitiative ab.

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An ihrer jüngsten Mitgliederversammlung vergangenen Freitag in Sursee, hat die Junge Grünliberale Partei Luzern die Parolen zu fünf nationalen und kantonalen Abstimmungsvorlagen gefasst. Die Jungpartei spricht sich unter anderem für die Individualbesteuerung, die Erstellung eines Klimafonds und den zweiten Abschnitt der Kantonsstrasse K36 aus und gegen die SRG-Halbierungsinitiative sowie die BargeldInitiative. Im Zentrum der Entscheide stehen ökologische Verantwortung, die Wahrung von unabhängigen Medien und eine moderne, liberale Gesellschaftspolitik.

JA zur Individualbesteuerung

Die Jungen Grünliberalen Luzern sprechen sich klar für die Einführung der Individualbesteuerung aus. Das heutige Steuersystem benachteiligt viele Ehepaare und setzt falsche Anreize, insbesondere für Zweitverdienende. Die Individualbesteuerung schafft mehr Fairness und stärkt die Eigenständigkeit jeder steuerpflichtigen Person. Zwar ist der Systemwechsel mit einem einmaligen administrativen Mehraufwand verbunden, langfristig ermöglicht er jedoch effizientere Abläufe.

„Franziska Bitzi hat klar aufgezeigt, dass der kurzfristige Aufwand zwar gross ist, mittelund langfristig die Verwaltungen jedoch nicht mit einem Mehraufwand rechnen. Dies ist klar auf die Vereinheitlichung der Steuererklärungen zurückzuführen, da Verwittwungen, Heirat, Scheidung etc. nicht mehr spezifisch erfasst werden müssen.“, sagt Jason Elsener, Präsident der JGLP Luzern.

JA zur Klimafonds-Initiative

Ebenfalls Ja sagen die Jungen Grünliberalen Luzern zur Klimafonds-Initiative. Ausschlaggebend war insbesondere die Sicherstellung einer langfristigen und verlässlichen Finanzierung von Klimaschutz- und Infrastrukturmassnahmen. Aus ökonomischer Sicht sind gezielte zusätzliche Investitionen vertretbar: Die Schweiz weist im internationalen Vergleich eine tiefe Staatsverschuldung auf, während die Kosten des Nichthandelns langfristig deutlich höher ausfallen dürften. Die Jungpartei betont gleichzeitig die Notwendigkeit klarer Kriterien und wirksamer Kontrollen.

„Kürzungen im Bereich der Klimaschutzmassnahmen im Rahmen der Wintersession wären mithilfe des Klimafonds beispielsweise nicht nötig gewesen. Investitionen in den Klimaschutz sind kein Luxus, sondern ökonomische Vernunft. Nichtstun kommt uns langfristig deutlich teurer zu stehen.“, hält Jason Elsener fest.

NEIN zur SRG-Halbierungsinitiative

Die Jungen Grünliberalen Luzern lehnen sowohl die Bargeld-Initiative als auch den direkten Gegenentwurf ab. Die Bargeldversorgung ist bereits gesetzlich geregelt, weshalb die Initiative keinen praktischen Mehrwert bietet. Zudem ignoriert sie den gesellschaftlichen Wandel hin zu vielfältigen und hybriden Zahlungsmethoden.

„Symbolpolitik hilft niemandem. Wichtig ist ein pragmatischer Rahmen, der technologische Entwicklungen zulässt und nicht künstlich ausbremst“, erklärt Marco Luzi, Vizepräsident der JGLP Luzern.

JA zum Ausbau des zweiten Abschnitts der Kantonsstrasse K36

Schliesslich unterstützen die Jungen Grünliberalen Luzern den Ausbau des zweiten Abschnitts der Kantonsstrasse K36. Die Sanierung ist notwendig, um die Sicherheit langfristig zu gewährleisten und auf Naturgefahren wie Felsstürze präventiv zu reagieren.

„Nach erfolgreichem Abschluss des 1. Abschnittes der Kantonsstrasse K36 ist es höchste Zeit für den 2. Abschnitt. Die Verbindung zwischen dem Chlausstalde und Unter Tendli bedarf ebenfalls einer grundlegenden Sanierung.“, hält Jason Elsener fest.