Bedürfnis­gerechter, ökol­o­gis­ch­er, sin­nvoller: Warum der Kan­ton Luzern ein besseres Nacht­netz braucht. Neues Posi­tion­spa­pi­er der jun­gen Grün­lib­eralen des Kan­tons Luzern zeigt Mass­nah­men auf.

Das Nacht­netz in Luzern ist im Ver­gle­ich zu anderen Regio­nen sehr schlecht erschlossen, eben­so ist es kaum mit anderen Verkehrsver­bün­den verknüpft. Die jun­gen Grün­lib­eralen des Kan­tons Luzern fordern deshalb, dass das Konzept des Nacht­net­zes über­ar­beit­et und bess­er auf die Bedürfnisse der Luzerner­in­nen und Luzern­er aus­gerichtet wird. Ein starkes Nacht­netz ist essen­tiell für ein Nachtleben, an dem alle auf eine ökol­o­gis­che Weise teil­haben kön­nen.

In einem neuen Posi­tion­spa­pi­er erläutern die jun­gen Grün­lib­eralen, dank welchen Mass­nah­men ein schnelleres und angenehmeres Nacht­netz ermöglicht wer­den kön­nte. “Das Nacht­netz im Kan­ton Luzern ist im Ver­gle­ich zu vie­len anderen Regio­nen nicht mit dem Nachtzuschlag abgedeckt“, sagt Vor­standsmit­glied David Limach­er. Es basiere auf einem eige­nen, nicht auf die Nacht aus­gerichteten Tar­if­sys­tem, das ger­ade beim Durch­queren mehrerer Tar­ifre­gio­nen wed­er fair noch sin­nvoll sei. Fair ist es vor allem nicht, weil mit den fix­en Beträ­gen dem Mobil­i­ty Pric­ing nicht Rech­nung getra­gen wird. Auch deshalb, weil Abon­nemente wie Halb­tax oder Passep­a­rtout nicht gel­ten. Ausser­dem muss, wer auf der Strecke von Zürich HB nach Luzern bere­its einen Nachtzuschlag gelöst hat, bei ein­er Weit­er­fahrt von Luzern ein weit­eres Bil­let lösen.

Deshalb fordern die Jun­gen Grün­lib­eralen Luzern, dass das heutige Nacht­tar­if­sys­tem durch einen ein­heitlichen Nachtzuschlag erset­zt wird. In anderen Kan­to­nen hat sich dieses zeit­gemässe Mod­ell seit vie­len Jahren bewährt.

Ein Beispiel für die Umständlichkeit des heuti­gen Nacht­net­zes nen­nt die Vizepräsi­dentin der Grün­lib­eralen Sursee Sab­ri­na Felder: “Um nachts von Luzern nach Oberkirch zu gelan­gen bin ich stets auf ein Velo angewiesen oder muss sog­ar auf ein Taxi zurück­greifen.” Dies obwohl nicht erschlossene Gemein­den wie Oberkirch oder Not­twil ein Bahn­hof hät­ten. Auch für erschlossene Gemein­den kön­nte ein Nachtzug deut­lich schnellere Verbindun­gen brin­gen.

In der Stadt ist das Ange­bot eben­falls schlecht aus­ge­baut – zur Ver­fü­gung ste­hen lediglich die Nacht­sterne, die auf das Land fahren. Einem Zen­trum mit über 80‘000 und ein­er Agglom­er­a­tion mit über 220’000 Ein­wohn­ern ist dies nicht würdig. Daher fordern die jun­gen Grün­lib­eralen regelmäs­sige Nachtzüge am Woch­enende und auch Busse, welche die Agglom­er­a­tion und die Stadt bedi­enen. Dass eine grössere Nach­frage vorhan­den ist zeigten Umfra­gen, welche an einem Sam­stagabend in der Stadt Luzern durchge­führt wur­den. Viele Per­so­n­en wür­den mit einem besseren Nacht­netz länger das kul­turelle Ange­bot nutzen kön­nen, oder auch auf das ökol­o­gisch schlechtere Auto verzicht­en.

Posi­tion­spa­pi­er Nacht­netz

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