Jungparteien setzen ein buntes Zeichen zur Ehe für alle

 

Am Samstagmorgen setzten fast alle Jungparteien des Kanton Luzerns gemeinsam ein Zeichen für Liebe und Gleichstellung. Mitglieder der JUSO, der Jungen Grünliberalen, der Jungfreisinnigen, der Jungen Mitte und der Jungen Grünen haben gemeinsam mit einer riesigen Regenbogenfahne Farbe für die Abstimmung über die Ehe für Alle vom 26. September bekannt.

Anstatt gegeneinander zu debattieren haben heute alle Jungparteien des Kanton Luzern, abgesehen der JSVP, gemeinsam Politik gemacht. Zoé Stehlin, Co-Präsidentin der JUSO Luzern zeigt sich erfreut: «Es ist schön zu sehen, dass wir bei diesem Thema einer Meinung sind und umso mehr freut es mich, dies mit einer gemeinsamen Aktion untermauern zu können.» Zudem sei die Ehe für Alle nicht nur in der Politik, sondern auch in der Gesellschaft breit abgestützt. Regenbogenfamilien gehören bereits jetzt zur Realität und umso wichtiger sei es nun, das Rechtssystem der Realität anzupassen.

Thomas von Allmen, Präsident der Jungfreisinnigen Kanton Luzern, zeigt sich zuversichtlich: «Ich bin überzeugt, dass die Schweizer Bevölkerung am 26. September 2021 die Ehe für Alle annehmen wird. Machen wir endlich Schluss mit separaten Gesetzen für Homosexuelle und schaffen wahre Gleichstellung. So können wir einen Schritt hin zu einer liberalen und offenen Gesellschaft machen.»

Julian Gerber, Vorstandsmitglied der Jungen Grünen Kanton Luzern, sieht das ganze weniger positiv «Ich bin einerseits auch zuversichtlich, dass es ein kräftiges Ja gibt aber anderseits auch enttäuscht, dass wir über die Ehe für alle abstimmen müssen. Es ist für mich unverständlich, wieso ein Referendum gegen die Ehe für Alle ergriffen wurde.»

«Was wird einem weggenommen, wenn sich zwei Menschen lieben und heiraten dürfen?» sagt Luca Boog, Präsident der Jungen Mitte Kanton Luzern. «Sogar die Bundesverfassung sagt, dass niemand aufgrund seiner Lebensweise diskriminiert werden darf. Das gilt auch für Homosexuelle und daher muss die Ehe nun für alle geöffnet werden!», ergänzt Boog weiter.

Tamina Kronenberg, Vizepräsidentin der jungen grünliberale Luzern sagt «Die Ehe für Alle ermöglicht die freie Gestaltung des eigenen Lebens, des Familienbildes und ist ein längst überfälliger Schritt in Richtung einer wirklich liberalen Gesellschaft. Ich bin auch überzeugt, dass wir mit mehr Liebe nur dazu gewinnen können. »

In den verbleibenden Wochen bis zur Abstimmung haben alle Jungparteien noch separat diverse weitere Aktionen angekündigt.

 

Für Rückfragen stehen wir sehr gerne zur Verfügung.

 


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